Wind

Wind greift ein und an, verändert, zer-stört, setzt in Bewegung. Nur Bauwerke können ihn daran hindern, die Dinge in Bewegung zu setzten, oder sie durch Zerstörung ihrem Zweck zu entziehen und sie zu verfremden. Der Mensch zeigt sich fantasiereich im Abwehren dieser Kraft und Macht. So sind auch der Interpretation im Gestalten auf dem Papier nur dort Grenzen gesetzt, wo ein bekanntes Muster durch den Wind immer wieder auftaucht – wie dies z.B. im Zusammenspiel mit Wasser geschieht… :



Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.

J.W. Goethe (1779) aus: Gesang der Geister über den Wassern